Bassano del Grappa

Bassano del Grappa

Im 2. Jahrhundert v.Chr. eroberten die Römer das Gebiet und machten es urbar. Über die langobardische (6.-8. Jahrhundert) und die fränkische (8.-9. Jahrhundert) Zeit liegen nur wenige Informationen vor. Einige schriftliche Quellen belegen die Existenz eines ersten Stadtkerns mit der Pfarrkiche Santa Maria im Jahr 998 und dem Schloss im Jahr 1150. Ab 1175 wurde es auf Grund seiner strategischen Lage von Vicenza eingenommen. Diese Zeit war von engen politischen und militärischen Verbindungen zur Familie Ezzelini geprägt, die zwar die Unabhängigkeit der Gemeinde einschränkten, die Bildung der ersten Magistraturen aber nicht unterbanden. Ab 1260 wurde Bassano erneut von Vicenza, dann Padua, Verona, dann wieder Padua und 1388 schließlich von den Visconti unterworfen, die der Stadt aber eine gewisse Autonomie ließen. Die Serenissima eroberte Bassano im Jahr 1404, ohne die Statuten und Gewohnheiten der Gemeinde zu verändern. Deren Kontrolle übertrug sie jedoch einem eigenen Bürgermeister und einem Capitano. Während der vier Jahrhunderte venezianischer Herrschaft genoss die Stadt Frieden und Wohlstand, so dass sich der Textilsektor (Wolle, Seide, Leder) und die Schmuckherstellung entwickeln könnten.

Sehenswürdigkeiten: Über den Brenta führt die Brücke Ponte Vecchio, auch Ponte degli Alpini genannt, die seit ihrer Entstehung im Jahr 1209 mehrfach restauriert und rekonstruiert wurde. Die Holzbrücke wurde 1569 von Palladio entworfen. Das Hochwasser von 1748 zerstörte das ursprüngliche Bauwerk jedoch, das wenige Jahre später von Bartolomeo Ferracina wieder aufgebaut wurde. Der Dom, der sich im ersten Mauerring des Castello Superiore befindet, wurde 1417 rekonstruiert und mehrfach überarbeitet. Er enthält ein hölzernes Kruzifix aus dem 12. Jahrhundert und das Kreuz des Filarete von 1449. Die Kirche San Francesco, die der Heiligen Jungfrau geweiht war, wurde den Minoritenmönchen übertragen, welche sie nach dem Heiligen Franziskus benannten. In reinem romanischem Stil mit kreuzförmigem Grundriss erbaut, wurde sie mehrmals erweitert. Im Inneren können die Verkündigung von Guariento di Arpo und ein bemaltes hölzernes Kruzifix bewundert werden. Einige Historiker sind der Ansicht, dass die Kirche auf ein Gelöbnis hin erfolgte, das Ezzelino I. da Romano auf seiner Rückreise vom zweiten Kreuzzug während eines gefährlichen Sturms auf dem Meer ablegte. Der Tempio Ossario – das Bauwerk war ursprünglich Sitz des Erzpriesters – wurde Ende des Ersten Weltkriegs zum Beinhaus, in dem die Reste von etwa 6.000 Kriegsgefallenen verwahrt werden.